Donnerstag, 21. Mai 2015

Färberkamille und Cochenille

Möchte nun noch fix meine letzten Färbungen hier im Bild festhalten.

Ich hatte noch vom Vorjahr getrocknete Färberkamille. Eine wunderbare Färbepflanze... auf der rechten Seite die Stränge habe ich zum Schluss teilweise mit Eisensulfat in Grün verwandelt.


Nun nochmal eine Färbung mit Cochenille. Mit diesen Tierchen habe ich noch nicht all zu viel Erfahrung. Bin noch am probieren...


Aber auf den Fingern färben sie schon mal toll...


Links die Rottöne gelingen scheinbar immer ganz gut. Meine erste Färbung sah genau so aus.
In der Mitte hatte ich versucht mit Soda zu arbeiten, es stand in einem engl. Färbebuch. Das ging aber total in die Hose... Das Soda hat die Farbe aus der Wolle wieder rausgezogen. Der Farbsud hatte eine wunderbare Farbe von "Pflaume", aber die Wolle wurde immer heller.

Habe die misslungenen Stränge dann noch mit Eisensulfat einigermaßen gerettet (3. und 4. von li). Sie sind aber etwas filzig geworden.

Zum Schluss dann nur noch mit Eisensulfat weiterentwickelt. Und hier entstanden die zwei vorletzen herrlichen "Beeren-töne" und das dunkle lila.



Nun habe ich gleich versucht aus meinen letzten Färbungen ein Farbverlaufsgarn zu spinnen.


Hier das Ergebnis:




Sonntag, 10. Mai 2015

Färbungen mit Löwenzahnblüten, Rainfarn und Ampfer, Zwiebelschalen

Meine erste Färbung mit frischen Pflanzen dieses Jahr sollte mit Löwenzahnblüten sein.

Einen Eimer voll hatten wir gesammelt. Mein Sohn hatte mir mit geholfen, denn einen Eimer voll davon zu sammeln braucht schon etwas Zeit...

Am Abend zuvor ausgekocht und am nächsten Tag gefärbt.













Ein schönes ganz zartes Gelb war das Ergebnis. Auf dem Bild im Vergleich dazu rechts die weiße Wolle.

Das gleiche Ergebnis hatte ich bei meiner Färbung vor zwei Jahren auch schon.

Wenn man damit einen intensiveren Gelbton erreichen möchte, wird man wohl gut die doppelte Menge an Pflanzenmaterial sammeln müssen.












Nächste Färbung sollte mit Rainfarnblättern sein. Sie waren aber noch so klein, da sind dann noch die andere Hälfte Ampferblätter und Rispen dazu gekommen.






Etwas intensiver waren die Gelbtöne, im Vergleich zur Löwenzahnfärbung oben. Aber immer noch schöne zarte Farben.

Zwei verschiedene Grüntöne durch die Weiterentwicklung mit Eisensulfat.








Nun werden die Farben kräftiger... hier die Zwiebelschalen-Färbung.
Vier verschiedene Züge, einige Stränge mit Eisensulfat weiterentwickelt.

















Nochmal eine Zusammenfassung von den verschiedenen Gelb/Grün Tönen.

Von links Löwenzahnblüten, dann Rainfarn/Ampfer und Zwiebelschalen.





Und weil es so schön bunt ist nochmal alle, die ich in den letzten Wochen gefärbt habe.
Unten das Rot war eine Mini-Färbung (mal bei Anita gekauft) mit Cochenille daneben Walnuss.

Mit Cochenille werde ich demnächst nochmal eine größere Färbeaktion machen. Nachschub ist schon im Anmarsch :)



Freitag, 24. April 2015

Indigo-Färben - ganz einfach

Habe hier mal die ganz einfache Variante der Färbung mit Indigo probiert. Man braucht vorher keine aufwendige Küpe anzusetzen, kein ekliges Ammoniak oder so.... einfacher geht es nicht und es hat super geklappt.

Alles was man dazu braucht, sieht man hier auf dem Bild:


Wolle vorher kurz nass machen.
Ich habe für den ersten Zug 10 Liter heißes Wasser (55 - 60 Grad) in den Färbetopf gefüllt. 
Da rein 20 g Indigo eingerührt. Das sollte für mindest. 1,5 kg Wolle ausreichend sein. 
Dann kommen 40 g vom Entfärber dazu und noch 1,5 EL Waschsoda.
Der Test mit dem Indikatorpapier sollte dunkelblau, also basisch sein.
Nun noch 60 g Salz dazu (3 EL).

Alles schön vorsichtig verrühren. Nicht so viel Sauerstoff einrühren.



Man sieht hier deutlich diese "Blume" auf der Küpe. Ein Zeichen dafür, dass es los gehen kann.
Also Wolle rein und darauf achten, dass die Temperatur immer so zwischen 55 und 60 Grad bleibt. Wolle immer so ca. 30 Minuten im Farbbad lassen. Gut ist sie immer mal unter zu stupsen oder gleich was drauf stellen, damit sie schön unten bleibt. Deckel drauf.



Nun nach 30 Minuten kommt der große Augenblick. Wolle vorsichtig rausnehmen und auch gleich immer schön über dem Topf vorsichtig ausdrücken.
Sowie die Wolle mit Sauerstoff in Berührung kommt, verblaut sie...




Nun noch schön auslüften... ein wunderschönes dunkles jeansblau...



Und gleich den nächsten Schwung rein. Zuvor hatte ich noch mal kurz mit dem Teststreifen geprüft, alles ok. Habe nur noch mal Salz für den nächsten Zug rein gemacht (ca. pro 100 g Wolle 1 EL).



Der 2. Zug waren wieder 300 g Wolle und es gab nochmal fast das gleiche dunkle Blau.


Hier ist schon der 3. Zug, diesmal 400 g Wolle gesponnenes Milchschaf. Das Blau ist nur wenig heller. Bei dem 3. Zug hatte ich vorher nochmal einen EL Soda dazu gegeben.



4. Zug 200 g Wolle, nun kam ein wunderschönes "ausgewaschenes-jeansblau" zum Vorschein.
Das gefällt mir besonders gut.


Und hier noch als 5. Versuch eine kleine Umfärbung. Die obere gesponnene Wolle war vorher weiß/rosa und der untere Strang gelb/weiß/rötlich.


Und hier nochmal die ganze Ausbeute schön gewickelt und verzopft :)
Vorher natürlich schön gespült und dem letzten Spülbad etwas Essig zugegeben.
Also ich kann nur sagen - einfacher geht es nicht - !!!


Sonntag, 26. Oktober 2014

Loop fertig...

...hier erst mal ein Bildchen von dem fertigen Loop, den ich auf dem Knitting-Board gefertigt hatte (siehe zwei Beiträge zuvor). Ich hatte mit Absicht etwas dünneres Garn genommen, damit er schön luftig und weich wird.


Und hier noch einmal eine neue Garnmischung auf dem Blending Board. Ich habe noch so viele bunte Reste, die hier wirklich toll mit anderen Farben vermischt werden können.




Das fertige Garn habe ich mal Navajo-verzwirnt, damit die einzelnen Farben nicht ganz so vermischt werden.


Samstag, 4. Oktober 2014

Meine ersten Röllchen...

...sind eine recht bunte Mischung Merino. Blau ist noch ein Rest von meiner Indigo-Färbung, Braun war wohl Ashford-Farbe, grün-gelb-braun ein fertiger Kammzug und ein wenig weiß von einer Schappe-Seidenmischung, die hier nun endlich mal Verwendung findet, weil allein sehr schlecht zu verspinnen ist. 

Ich bin wirklich begeistert. Es ist kinderleicht nun verschiedene Wollsorten und -farben zu mischen. Das Abnehmen mit den Stäben geht super, wirklich vieeeel besser als mit der Kardiermaschine.




Man hat wirklich fix diese Röllchen gefertigt, ich hatte 4-5 Stück pro Durchgang auf dem Board.
Die Röllchen verspinnen sich sehr einfach. Es macht wirklich Spaß!




Sonntag, 28. September 2014

Ashford Blending Board

Schon eine ganze Weile liebäugele ich mit diesem Teil. Wäge ab ob es sich lohnt, da ich ja auch eine kleine Kardiermaschine besitze.

Habe diese bunten "Rolags" schon versucht auf der Kardiermaschine herzustellen. Ja, es geht schon... aber beim Abnehmen mit den Stäben dreht sich die Kurbel und man muss irgendwie eine 3. Hand oder das Bein nehmen, um diese zu blockieren...

Oder wieder ein Eigenbau?? Ja, der wäre wesentlich billiger, aber die Kardierbeläge gibt es nur 20 cm breit. Beim Ashford Blending Board ist die Kardierfläche aber 30 x 30 cm!

Hin und her überlegt, bis mein liebes Männlein meinte, ich solle mir das Teil doch endlich bestellen:)

Also hier Post von "Wollinchen":





Natürlich habe ich gleich ausprobiert, folgt im nächsten Post....

Mittwoch, 17. September 2014

Viel Neues...

... ist hier entstanden, aber ich komme mit dem Blog schreiben wieder mal nicht hinterher.

Ein bisschen bunte Merinowolle habe ich auf der Kardiermaschine gemischt und mal aus sogenannten Rolags gesponnen. Und es ist sogar ein Farbverlauf daraus entstanden :)


Verstrickt wird es gleich auf dem Knittingboard. Da wird es so schön locker und trotzdem ein Doppelgestrick, mir gefällt das einfach so super.


Es soll ein Loop werden, schön kuschelig weich.



Die Seifchen hatte ich auch noch nicht gezeigt. Dies ist noch eine Shampoo-Seife, wo mir nun endlich der "spitze Berg" obendrauf gelungen ist :)




Und hier noch mein neuestes Seifchen. Ganz frisch aufgeschnitten.


Diesmal eine Haferflocken-Schrubbelseife mit Lanolin.



Habe diesmal auch in ein paar kleine Förmchen mit abgefüllt. 
Diese kleinen Silikon-Muffin-Förmchen eignen sich wirklich wunderbar dafür. Die Seifen gingen ganz leicht raus zu machen.




Und hier ist die erste Ofenladung Seifenschalen fertig geworden.